Laura Resnick - Feuerbringer - Rezension Lettern.de

Laura Resnick - Feuerbringer

Droemer Knaur Verlag
Taschenbuch,
516 Seiten 
9,90 € 
ISBN 3-426-70216-9

 

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Ein schönes Cover ziert das Titelblatt und lädt zum Lesen des Romans Feuerbringer von Laura Resnick ein. Leider, leider, leider ist das Cover auch das einzig wirklich schöne an diesem Roman.

Zur - banalen - Story:

Josarian, einer der Protagonisten, tötet zwei Späher und ist seitdem auf der Flucht vor den Valdanis, einem Volk, das mit Gewalt und Terror die einfachen Menschen ausbeutet. Die Valdanis heuern einen Schwertmeister an. Tansen - auch Tan genannt - macht sich auf die Suche nach Josarian und stellt sich dabei besonders ungeschickt an; allerdings nur, um Joserian in die Falle zu locken, in welche dieser auch prompt hineintappt. Doch statt Josarian zu töten, verbündet sich Tan mit ihm gegen ihren gemeinsamen Feind: die Wasserherren, die die Wassermagie beherrschen, und besagte Valdanis.

Die beiden zusammen schaffen es nicht nur, ein gutes Dutzend von Gefangenen aus einem Kerker zu befreien, nein, sie befördern auch eine Hundertschaft von Soldaten in den Tod. Der Hauptmann der Soldaten sinnt auf Rache, wird zuerst degradiert, was seine Wut auf Josarian und Tansen noch um ein vielfaches steigert, und sieht seine große Chance gekommen, als sein Peiniger selber ums Leben kommt.

Neben dem ganzen Geschehen, sucht eine Frau - Mirabir - nach dem Feuerbringer, der wie ein Feuer über das Land kommen und die Menschen vom Joch der Unterdrückung befreien soll. Mirabir ist eine besondere Frau: Sie hat feuerrotes Haar und wird deswegen als Dämon, der Kinder frisst bezeichnet (Aberglaube macht's möglich).

Die Hauptsache jedoch ist, sie ist eine Wächterin zur Anderswelt und in der Lage, mit Verstorbenen Kontakt aufzunehmen. Mirabir bekommt gelegentlich Hinweise a la Deux et machina und landet schließlich nach einer längeren Wanderschaft im Palast des Wasserherren, in den auch Tansen und Josarian ihren Weg gefunden hatten. Nach einem dramatischen (?) Konflikt zwischen Tansen, Josarian, der im Roman auftauchenden Allianz und dem Wasserherren, kommt es erst mal zu einer Lösung, die zwar nicht jedermanns Sache ist, aber immerhin einen offenen Schluss für den zweiten Teil Flammenherz bringt.

Fazit:

Feuerbringer ist ein Fantasy-Roman, der nicht wirklich ins Bücherregal gehört. Nicht nur, dass die Robin-Hood-Story schon in vielen - teilweise besseren - Varianten auftaucht, nein, die Charaktere sind eher zweidimensional und leblos gezeichnet. Hinzu kommt, dass man beim Lesen mancher Situationen einfach das Gefühl hat, dass es an Spannung, Reibung und am Lebendigen fehlt. Zudem tauchen sehr viele Begriffe auf, die verlangen, sich jedes Mal aufs Neue damit auseinander zu setzen.

Kurzum: MZB-Fans werden evtl. ihre Freude daran finden, dafür sind aber 24 Mark einfach viel zu viel verlangt.

© Michael Vogl 2000


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