Geoffrey Trease - Das goldene Elixier - Rezension Lettern.de Geoffrey Trease - Das goldene Elixier

(ab 13 Jahre)
Beltz
Verlag
Taschenbuch, 224 Seiten
8,90 €
ISBN 3-407-78144-
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England im 13. Jahrhundert.

 

Der 13-jährige Robin wird aus seinem Dorf verjagt, weil er nach Meinung des Pfarrers aussätzig ist. Auf seinem Weg trifft er den jüdischen Arzt Salomon, der in dem „Aussatz“ eine harmlose Hautkrankheit erkennt. Salomon behandelt Robin, obwohl es Juden verboten ist, ihre Mitmenschen ärztlich zu versorgen.

 

Der 13-jährige bleibt bei dem Arzt und lernt dessen Kinder David und Susanna kennen. Dort lernt Robin, der Christ, einiges über die Bräuche und Sitten des Judentums, wird aber in keinerlei Weise bedrängt, seinen Glauben zu wechseln. Eines Tages kommt ein königliches Dekret, das besagt, das sämtliche Juden Knall auf Fall England zu verlassen haben; ihre Häuser werden enteignet. Auch Salomon und seine Kinder sind davon betroffen. Dann aber erreicht Salomon ein Hilferuf  der Königin; die schwerkrank ist und eine bestimmte Medizin benötigt, die sie von einem Arzt aus Spanien bekommen kann. Sie beauftragt den Juden, ihr das Goldene Elixier zu beschaffen.

 

Die vier reisen nach Spanien, wo sie allerdings erfahren, das der Gesuchte nicht mehr an diesem Ort weilt, doch dieses ist nicht das einzige Problem. Einige Handlanger jagen die vier, weil sie glauben, das Goldene Elixier ist nicht bloß Medizin, sondern ein Mittel, das Unsterblichkeit garantiert. Dadurch gerät Robin des Öfteren in lebensgefährliche Situationen, zumal er von den Handlangern als Todfeind angesehen wird.

 

Und die Suche ist noch nicht beendet. An ihrem Ziel finden sie tatsächlich „Die gute Schlange“, wie der Arzt genannt wird, und er ist bereit, für die Königin das Mittel erneut herzustellen. Robin und seine Begleiter wähnen sich sowohl am Ziel als auch in Sicherheit, weil sie glauben, das ihre Verfolger niemals diese Stadt, geschweige denn dieses Haus betreten können, zumal es auch noch bewacht wird. Ein folgenschwerer Irrtum! Aufgrund einer Intrige werden Robin und David festgenommen, und „Die gute Schlange“ und dessen Tochter sind den Verbrechern hilflos ausgeliefert.

 

In einem – zugegebenermaßen etwas unglaubwürdigen – Showdown gelingt es den beiden , die Tochter und den Bewacher aus den Fängen der Gauner zu befreien. Der Arzt jedoch überlebt den Überfall nicht. Zum Schluss stellt sich heraus, das die ganzen Mühen vergeblich gewesen sind; die Königin war schon verstorben.

 

 

Fazit:

Das Goldene Elixier ist ein Jugendroman, der sich sehr gut lesen lässt. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr gut, man lernt ein bisschen über andere Religionen, allerdings sollte man schon ein Fremdwörterlexikon bereithalten, da das eine oder andere auch in Bezug auf die Religionen auftaucht.

 

Wichtig: auch wenn die Geschichte im Mittelalter spielt, so darf man keine reine mittelalterliche Geschichte erwarten; eher einen Abenteuerroman, der jedoch mit einfühlsamer Feder geschrieben wurde.

 

© Michael Vogl 2005

 


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