Tim Wynne-Jones - Brandspuren - Rezension Lettern.de Tim Wynne-Jones - Brandspuren

(ab 13 Jahre)
Dtv
Verlag 
broschiert
7,50 €
ISBN 3-423-62123-
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Der Jugendliche Jim hat auf mysteriöse Art und Weise seinen Vater verloren; eines Tages ist er spurlos verschwunden, und obwohl alle Spuren auf einen Freitod hinwiesen, wurde seine Leiche nie gefunden.

Ruth Rose, ebenfalls eine Jugendliche in dem kleinen kanadischen Ort, verlor ebenfalls ihren Vater, kam jedoch nie wirklich darüber hinweg und gilt seit der Zeit als "verrückt". Und bis auf Ruth sind alle froh, dass Father Fisher, der Pfarrer des Ortes, Ruths Mutter geheiratet und das Kind somit einen liebevollen und gütigen Stiefvater hat.

Ein jeder ist begeistert von Fisher. Ein jeder liebt diesen warmherzigen und hilfsbereiten Prediger. Ruth Rose jedoch hasst ihn. Sie hasst ihn abgrundtief. Und sie ist felsenfest davon überzeugt, das der Mann Dreck am Stecken hat.

Eines Tages trifft sie zufällig auf Jim und steckt ihm, dass Fisher auch mit dem Mord an Jims Vater zu tun hat. Natürlich glaubt ihr der Junge kein Wort, schließlich ist Ruths Verhalten beängstigend, ihre Fantasie nicht ernst zu nehmen. Oder?

Jedenfalls hat sie ihm den Keim des Zweifels eingepflanzt und er beginnt, Nachforschungen anzustellen. Geschürt werden die Zweifel auch noch durch weitere Aussagen und Aktionen von Ruth Rose (so spielt sie zum Beispiel während einer Andacht eine Tonbandaufnahme vor, die ihn entlarven soll. Doch wortgewandt redet er sich geschickt aus der Situation).

Gleichzeitig wird Jim geraten, nicht  Fishers Liebe und Hilfe zu misstrauen, und ein jeder weiß von Ruth Roses' Problemen. Jim ist hin und her gerissen, als Fisher ihm gegenüber eine Bemerkung fallen lässt, die sich als Lüge entpuppt. Er forscht weiter und bringt sich und Ruth Rose damit in Lebensgefahr. Ein Brief bringt ihn schließlich auf die richtige Spur... und läutet damit den spannenden Showdown ein.

Fazit:

Ich muss gestehen, ich hatte anfangs unerklärliche Aversionen gegen das Buch, bin dann aber eines besseren belehrt worden. Die Charaktere sind glaubhaft gezeichnet, wirken dreidimensional. Die Story ist absolut spannend und steckt voller überraschender Wendungen. In meinen Augen ein echter Geheimtipp für Jugendliche ab 13 Jahren, die mehr Wert auf  psychologisches Spiel als auf Action legen. 

© Michael Vogl 2005


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